Quelle: Shutterstock / alphaspirit.it
REGENERATIVE:
Mehr Erneuerbare gegen die „fossile Verwundbarkeit“
Der Krieg der USA und Israels gegen Iran lässt die Rohölpreise weiter steigen. Angesichts dessen wünscht eine Mehrheit der Deutschen laut Umfrage den schnelleren Ausbau von Ökoenergien.
Als „fossile Verwundbarkeit“ interpretiert Vattenfalls Deutschland-Chef Robert Zurawski die Folgen der aktuellen internationalen
Krisen für den hiesigen Standort. Vor dem Hintergrund des Kriegs der USA und Israels gegen Iran hat der Energiekonzern eine
Umfrage in Auftrag gegeben, die eine große wirtschaftliche Sorge in der Bevölkerung erkennen lässt.
Unter 5.000 vom Meinungsforschungsinstitut Civey Befragten äußerten demnach 81 Prozent, stark oder sehr stark beunruhigt darüber zu sein, dass der Krieg Deutschlands Wirtschaft schade. Zurawski bringt dies in Zusammenhang mit der Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Importen, deren Kosten laut Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) jährlich etwa 81 Milliarden Euro betragen. Ohnehin seien Erdöl, LNG oder Steinkohle deutlich teurer als in anderen Erdteilen. Der Krieg gegen Iran „verstärkt diesen Wettbewerbsnachteil nun noch weiter“, so Zurawski.
Einen Ausweg sehen fast zwei Drittel der Befragten im Ausbau von Energienetzen und -speichern (62 Prozent). Etwas weniger (56 Prozent) geben den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion als Lösung an, die Energieversorgung unabhängiger aufzustellen.
58 Prozent halten Ausbau der Ökoenergien nun für wichtiger
58 Prozent betonen dabei allerdings, dass der Erneuerbaren-Ausbau seit Kriegsbeginn wichtiger oder deutlich wichtiger geworden sei. Die gegenteilige Haltung vertreten 18 Prozent. Viele Menschen spürten, so Zurawskis Wertung, dass Deutschland sich „weniger Energiewende langfristig nicht leisten“ kann.
Interessant ist das Umfrageergebnis, nach dem 38 Prozent der Befragten auch in zusätzlichen konventionellen Kraftwerken einen Beitrag für eine sichere Zukunft sehen. 25 Prozent sprachen sich zudem direkt für fossile Anlagen aus. Dass Vattenfall die Frage überhaupt stellt, wird auch damit zu tun haben, dass das schwedische Unternehmen im heimischen und internationalen Geschäft Energie in erheblichem Maße auch aus Kernkraft gewinnt. Ende 2024 lag die Atomkraft bei 37,9 Prozent der eingesetzten Energieträger, fossile Brennstoffe immerhin noch bei 9,3 Prozent.
Zurawski kommt zu dem Schluss: „Nur ein dekarbonisiertes Deutschland und Europa wird langfristig wettbewerbsfähig sein – und zudem auch unabhängiger und resilienter.“ Investitionen in Erneuerbare, Netze und Speicher führten zu Unabhängigkeit, langfristig stabileren und günstigeren Preisen sowie einer tragfähigen Infrastruktur für Jahrzehnte.
Unter 5.000 vom Meinungsforschungsinstitut Civey Befragten äußerten demnach 81 Prozent, stark oder sehr stark beunruhigt darüber zu sein, dass der Krieg Deutschlands Wirtschaft schade. Zurawski bringt dies in Zusammenhang mit der Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Importen, deren Kosten laut Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) jährlich etwa 81 Milliarden Euro betragen. Ohnehin seien Erdöl, LNG oder Steinkohle deutlich teurer als in anderen Erdteilen. Der Krieg gegen Iran „verstärkt diesen Wettbewerbsnachteil nun noch weiter“, so Zurawski.
Einen Ausweg sehen fast zwei Drittel der Befragten im Ausbau von Energienetzen und -speichern (62 Prozent). Etwas weniger (56 Prozent) geben den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion als Lösung an, die Energieversorgung unabhängiger aufzustellen.
58 Prozent halten Ausbau der Ökoenergien nun für wichtiger
58 Prozent betonen dabei allerdings, dass der Erneuerbaren-Ausbau seit Kriegsbeginn wichtiger oder deutlich wichtiger geworden sei. Die gegenteilige Haltung vertreten 18 Prozent. Viele Menschen spürten, so Zurawskis Wertung, dass Deutschland sich „weniger Energiewende langfristig nicht leisten“ kann.
Interessant ist das Umfrageergebnis, nach dem 38 Prozent der Befragten auch in zusätzlichen konventionellen Kraftwerken einen Beitrag für eine sichere Zukunft sehen. 25 Prozent sprachen sich zudem direkt für fossile Anlagen aus. Dass Vattenfall die Frage überhaupt stellt, wird auch damit zu tun haben, dass das schwedische Unternehmen im heimischen und internationalen Geschäft Energie in erheblichem Maße auch aus Kernkraft gewinnt. Ende 2024 lag die Atomkraft bei 37,9 Prozent der eingesetzten Energieträger, fossile Brennstoffe immerhin noch bei 9,3 Prozent.
Zurawski kommt zu dem Schluss: „Nur ein dekarbonisiertes Deutschland und Europa wird langfristig wettbewerbsfähig sein – und zudem auch unabhängiger und resilienter.“ Investitionen in Erneuerbare, Netze und Speicher führten zu Unabhängigkeit, langfristig stabileren und günstigeren Preisen sowie einer tragfähigen Infrastruktur für Jahrzehnte.
Volker Stephan
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 21.04.2026, 12:55 Uhr
Dienstag, 21.04.2026, 12:55 Uhr
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